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Trauer um Wolfgang Zacharias (28.10.1941 - 26.04.2018)

Der herausragende Kunst- und Kulturpädagoge und Wegbereiter der Neuen Kulturpädagogik Dr. Wolfgang Zacharias ist im Alter von 76 Jahren in München verstorben.

Auch die Museumspädagogik verdankt Wolfgang Zacharias sehr viel. Bereits 1981 verfasste er zusammen mit Klaus Weschenfelder das erste „Handbuch Museumspädagogik. Orientierungen und Methoden für die Praxis“ und war damit wegweisend für die noch junge Museumspädagogik und deren weitere Entwicklung. So überrascht es nicht, dass die Idee eines neuen Handbuchs zusammen mit ihm geboren wurde. 2016 erschien es in der kopaed-Reihe Kulturelle Bildung, deren Mitherausgeber er war.

Seine hier formulierten Erwartungen an das Museum werden uns auch weiterhin leiten: „Formales, nonformales, informelles und auch zufälliges Lernen sind gleichberechtigt und je zu akzeptierende Chancen des ‚Leben Lernens‘ und der ‚Kulturaneignung‘ mit Eigeninteresse und dem Recht auf entsprechende Gelingensbedingungen und Ermöglichungsstrukturen, z.B. im Museum und davon ausgehend. Teilhabegerechtigkeit, Inklusion, Zugangsmöglichkeiten auch unabhängig von Herkunft und Sozialmilieu müssen ein zentrales Anliegen aller, insbesondere öffentlich geförderten und verantworteten Bildungsangebote sein - auch und insbesondere das Museum und seine Inhalte betreffend.“ (Wolfgang Zacharias: Vorwort, in: Handbuch Museumspädagogik. Kulturelle Bildung in Museen, 2016, S.14).

Die moderne Museumspädagogik verliert mit Wolfgang Zacharias einen ihrer praktischen und theoretischen Vorreiter der ersten Stunde. Auch in Zeiten, in denen die Museumspädagogik weniger in seinem eigenen Arbeitsfokus stand, war er ihr engagierter und konstruktiver Fürsprecher innerhalb der kulturellen Bildung und der BKJ. Viele von uns verlieren mit ihm einen Kollegen, Vorbild und Mentor, nicht wenige einen Freund.

Die BKJ würdigt das umfängliche Wirken von Wolfgang Zacharias in einem Nachruf: „VERNETZUNGSGENIE UND WELT-ENTDECKER. Zum Tod von Wolfgang Zacharias
Beatrix Commandeur, Hannelore Kunz-Ott, Karin Schad