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aus dem Bundesverband

Diversität in Arbeit

Bundesweite Veranstaltungsreihe zur Diversitätsentwicklung von Kunst- und Kulturinstitutionen

Weimar Klassik Stiftung
Weimar
Sonntag, 30.06.2019 18:00 Uhr

Weimar ist mit seinen 65.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zwar nur die viertgrößte Stadt Thüringens, aber die Marke, mit der für das ganze Land international geworben wird. Bekannt ist die Stadt vor allem durch die Weimarer Klassik sowie die hier ausgerufene Weimarer Verfassung, aber (noch) nicht durch die Gründung und Vertreibung des Bauhauses. Ab 2019 wird sich dies ändern: Mit dem neuen Bauhaus-Museum sowie dem Neuen Museum entsteht ein Quartier, das die Moderne in Weimar aus verschiedenen Perspektiven beleuchten wird. Dabei sollen die neuen Museen mit ihren Angeboten ausdrücklich auch als Orte des Austauschs und der Begegnung verstanden und erlebt werden: Ideen aus der Stadtgesellschaft und Region gilt es dabei aufzugreifen und diese in und um die Museen herum umzusetzen: Eine Herausforderung für alle Beteiligten…

Die Herausforderung
Wie kann die Klassik Stiftung ein Programm für alle entwickeln?

Der Impuls aus der Wirtschaft
Friedrich Hermann war bis Ende 2018 Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KoWo) Erfurt. Bis heute ist es das einzige Wohnungsunternehmen in Deutschland, das seit mehr als 10 Jahren auf klassische Werbung verzichtet und stattdessen auf soziales Engagement setzt. Ein Fokus liegt auf der Unterbringung von Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen Schwierigkeiten haben, Wohnungen auf dem freien Markt zu bekommen. Für ihr Engagement hat die KoWo 2014 den Preis »Soziale Stadt« und 2017 den »Thüringer Integrationspreis« erhalten.

Veranstaltungsort
Bauhaus-Museum Weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1
99423 Weimar
www.klassik-stiftung.de

Hintergrund

Was passiert, wenn ein Theater mit einer Hotelkette über werteorientierte Unternehmensphilosophie spricht? Eine Kulturstiftung sich mit einem Wohnungsunternehmen über soziales Engagement austauscht oder ein Museum und ein weltweit agierendes Industrieunternehmen gemeinsam über Diversität und Personalentwicklung nachdenken? Und nicht zuletzt ein Orchester, das mit einem Verkehrsunternehmen den Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen reflektiert?

"Diversität in Arbeit" ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe zur Diversitätsentwicklung in Kunst- und Kulturinstitu­tionen. Angeregt von konkreten Fragen acht sehr unterschiedlicher Kultureinrichtungen geht es um die Auseinandersetzung mit Impulsen aus der Wirtschaft, die erfolgreiche Arbeitsweisen im Umgang mit Diversität aufzeigen. Wie anerkannte Studien belegen, sind nach Diversitätskriterien aufgestellte Firmen nicht nur die attraktiveren Arbeitgeber, son­dern vor allem auch in ihren Entscheidungen oftmals besser, kreativer, schneller und somit auch erfolgreicher.

Die Reihe versteht sich als ein möglichst flächendeckender und anwendungsorientierter Anstoß. Akteurinnen und Ak­teure aus der Wirtschaft kommen zu den acht teilnehmenden Kultureinrichtungen und sprechen dort über ihre Erfah­rungen mit Diversität in Bereichen wie Personalentwicklung, Produkt- bzw. Programmentwicklung, Arbeitsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit oder Kundenbindung. Im Anschluss an diesen Impuls, der als Audio-Download publiziert wird, folgt eine öffentliche Diskussion. Darüber hinaus findet am nächsten Tag ein interner Workshop statt, der auf die Übertragbarkeit der thematisierten Arbeitsweisen in die Kulturinstitution abzielt.

"Diversität in Arbeit" wird von der Stiftung Genshagen im Rahmen des Kompetenzverbunds KIWit (Kulturelle Integration und Wissenstransfer) realisiert.

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