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aus dem Bundesverband

Diversität in Arbeit

Bundesweite Veranstaltungsreihe zur Diversitätsentwicklung von Kunst- und Kulturinstitutionen

Regensburg Kunstforum
Ostdeutsche Galerie
Mittwoch, 03.07.2019 19:00 Uhr

Regensburg ist die viertgrößte Stadt Bayerns und bietet seinen jährlich rund drei Millionen Touristinnen und Touristen neben der mittelalterlichen Altstadt, dem Dom und Schloss auch das Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG). 1970 öffnete das größte Kunstmuseum Ostbayerns am westlichen Stadtrand seine Tore. Es zeigt bildende Kunst mit besonderem Fokus auf die ehemals deutsch geprägten Gebiete im östlichen Europa. Doch was als Auftrag im Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz verankert ist, lässt sich zunehmend schwer erklären, da die aktuellen Migrationsbewegungen ganz andere Geschichten erzählen und die aus Böhmen, Schlesien, Ost- und Westpreußen Geflohenen langsam aussterben. Wie also kann das KOG seinen Stiftungsauftrag in einer sich wandelnden Gesellschaft vermitteln? Wie kann sich das Museum öffnen, um attraktiver für die in Regensburg und der Region lebenden Bürgerinnen und Bürger zu werden?

Die Herausforderung
Wie stellen wir uns für die Zukunft auf:  Welche Zielgruppen, welche Erwartungen  wollen wir bedienen?

Der Impuls aus der Wirtschaft
Jörg Dohmen studierte Betriebswirtschaftslehre und Internationales Management in Köln und Paris. Nach seinem Start als Trainee im Bereich Vertrieb und Marketing bei der Ford Werke AG wechselte er als Marketingleiter zu Land Rover Deutschland und kam darüber als Marketing-Innovations-Manager zur BMW Group. Nach weiteren Stationen leitet Jörg Dohmen gegenwärtig die Brand and Customer Institutes aller BMW Group Marken. Dabei werden im Rahmen von sechs verschiedenen Trainingsprogrammen an 20 Standorten jährlich weltweit rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Zulieferer und Partner zu Markenbotschafterinnen, Markenbotschaftern und »Transformation Drivern« ausgebildet.

Veranstaltungsort
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Str. 5
93049 Regensburg
www.kunstforum.net

Hintergrund

Was passiert, wenn ein Theater mit einer Hotelkette über werteorientierte Unternehmensphilosophie spricht? Eine Kulturstiftung sich mit einem Wohnungsunternehmen über soziales Engagement austauscht oder ein Museum und ein weltweit agierendes Industrieunternehmen gemeinsam über Diversität und Personalentwicklung nachdenken? Und nicht zuletzt ein Orchester, das mit einem Verkehrsunternehmen den Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen reflektiert?

"Diversität in Arbeit" ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe zur Diversitätsentwicklung in Kunst- und Kulturinstitu­tionen. Angeregt von konkreten Fragen acht sehr unterschiedlicher Kultureinrichtungen geht es um die Auseinandersetzung mit Impulsen aus der Wirtschaft, die erfolgreiche Arbeitsweisen im Umgang mit Diversität aufzeigen. Wie anerkannte Studien belegen, sind nach Diversitätskriterien aufgestellte Firmen nicht nur die attraktiveren Arbeitgeber, son­dern vor allem auch in ihren Entscheidungen oftmals besser, kreativer, schneller und somit auch erfolgreicher.

Die Reihe versteht sich als ein möglichst flächendeckender und anwendungsorientierter Anstoß. Akteurinnen und Ak­teure aus der Wirtschaft kommen zu den acht teilnehmenden Kultureinrichtungen und sprechen dort über ihre Erfah­rungen mit Diversität in Bereichen wie Personalentwicklung, Produkt- bzw. Programmentwicklung, Arbeitsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit oder Kundenbindung. Im Anschluss an diesen Impuls, der als Audio-Download publiziert wird, folgt eine öffentliche Diskussion. Darüber hinaus findet am nächsten Tag ein interner Workshop statt, der auf die Übertragbarkeit der thematisierten Arbeitsweisen in die Kulturinstitution abzielt.

"Diversität in Arbeit" wird von der Stiftung Genshagen im Rahmen des Kompetenzverbunds KIWit (Kulturelle Integration und Wissenstransfer) realisiert.

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