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Aktuell anstehende Termine und Tagungen / Rückblick

Hinweis: weitere Termine finden Sie auf der Homepage des
Bundesverbandes Museumspädagogik (Link öffnet in neuem Fenster)

Wenn Sie eine eigene Fachveranstaltung für die Aufnahme in den Terminplan des AKMPO anmelden möchten, rufen Sie bitte das hierzu vorgesehene Formular auf.


AKMPO vor ORT – die nächsten Termine:

  • Militärhistorisches Museum Dresden
    Termin: 5.12.2008 Uhrzeit: 16:00-18:00 Uhr.

    Ein Museum im Umbruch - das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden Das MHM wird bis 2010 nach Plänen des Architekten Daniel Libeskind zum größten militärhistorischen Museum in Deutschland umgebaut. Die zukünftige Dauerausstellung wird 700 Jahre deutsche Militärgeschichte als eine Kulturgeschichte der Gewalt präsentieren. Die museumspädagogische Abteilung und das Vermittlungskonzept müssen neu eingerichtet und aufgebaut werden. Wir stellen Architekturentwurf und Ausstellungskonzeption vor und möchten unsere Ideen zur Museumspädagogik im MHM mit KollegInnen diskutieren.

    Treffpunkt: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden

    Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

    Rückmeldung bis Freitag, den 28.11. an

    Avgi Stilidis, AvgiStilidis@bundeswehr.org oder telefonisch unter 0351/ 823 2830.


Weitere Termine:

24.11.2008, Beginn 18:00 Uhr

Verleihung des Arnold-Vogt-Preises für Museumspädagogik 2008

04277 Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 145, Hörsaal 415
HTWK Leipzig, Fachbereich Medien, Studiengang Museologie

Mit dem diesjährigen Arnold-Vogt-Preis wird die Magisterarbeit von Christian Bies ausgezeichnet: \"Das Museum als Lern- und Erfahrungsort - explorative Studie zur zielgruppenorientierten pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Leipziger Galerie für Zeitgenössische Kunst\". (Preisverleihung, Vortrag des Preisträgers aus seiner Arbeit, anschließende Gelegenheit zur Diskussion)

Eintritt frei

HTWK Leipzig, Fachbereich Medien
Karl-Liebknecht-Straße 145
04277 Leipzig


Studiendekan Museologie, Prof. Dr. Dr. Markus Walz
E-Mail: walz@fbm.htwk-leipzig.de
Fax: (03 41) 30 76-54 55

http://www.fbm.htwk-leipzig.de
http://www.fbm.htwk-leipzig.de/studiengaenge/museologie.html


Rückschau:

AKMPO vor Ort: Kinder- und Jugendmuseen - ein "Sonderfall" der Institution Museum?

Das Beispiel Jugend Museum Schöneberg: Besuche der Ausstellungen "Villa Global-im Labyrinth der Kulturen" und "Das Geschichtslabor 1933-45"
Termin: 30.10.2008 18.00-20.30
Treffpunkt: Jugend Museum Schöneberg, Hauptstr. 40-42, 10827 Berlin
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

Rückmeldung bis Sonntag, den 19.10. an
t.groenke@jmberlin.de oder
telefonisch unter: 030/25993 359


TAGUNGSBERICHT DER JAHRESTAGUNG DES AKMPO IN ERFURT 2007

Jahrestagung des AKMPO 2007: Blickpunkt Thüringen - Museumspädagogik in der Region: Neues aus Theorie und Praxis>

Der AKMPO lud vom 2. bis 3. November 2007 in die Engelsburg nach Erfurt ein. Die Tagung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, Thüringer museumspädagogische Projekte näher kennen zu lernen, Informationen zur Drittmittelförderung in der Region sowie kulturwissenschaftliche und museumsgeschichtliche Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten. Auf dem "Markt der Möglichkeiten" konnten - in bewährter Form - Museumspädagogen in 10-minütigen Kurzvorträgen über aktuelle museumspädagogische Projekte in Ostdeutschland berichten. Die mittelalterliche Engelsburg, das älteste erhaltene Steinhaus Deutschlands, bildete einen passenden, fast musealen Rahmen für die Tagung.

Nach der Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch den Vorstandsvorsitzenden des AKMPO Stefan Bresky und durch Karl-Heinz Kindervater, Beigeordneter des Kulturdezernats der Stadt Erfurt, stellte die Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung der Wartburg-Stiftung Eisenach Jutta Krauss mit "Museumspädagogik und Marketing am Beispiel der aktuellen Thüringer Landesausstellung" ein Leuchtturmprojekt vor. Die 3. Thüringer Landesausstellung trug den Titel "Elisabeth von Thüringen - Eine europäische Heilige". Jutta Krauss erläuterte das umfassende Bündel an Marketingstrategien. Von der "Elisabeth-Card", mit der Besucher freien Eintritt in anderen Museen und Kultureinrichtungen erhielten (und so auch deren Besucherzahlen stiegen) über das "Kombi-Ticket Wartburg" der Deutschen Bahn bis zum ermäßigten Eintritt für Eisenacher waren zahlreiche Maßnahmen ergriffen worden, die Ausstellung zu bewerben und Besucher anzuziehen. Besonders betonte Jutta Krauss die Bedeutung von Sponsoren, die zwar kein Geld zur Verfügung stellen, sondern geldwerte Leistungen, z.B. Versand oder Werbung. Um den vielen Besuchern zusätzliche Erklärungen in der Ausstellung geben zu können, wurde ein Audioguide erarbeitet sowie eine unterhaltsame Kinderführung; diese in Zusammenarbeit mit Antenne Audio Berlin. Führungen wurden nur während der Zeiten vor und nach dem größten Besucherandrang, der von 10 bis 16 Uhr dauerte, angeboten. Jutta Krauss plädierte aus ihrer Erfahrung bei der Vorbereitung der Landesausstellung für eine Beteiligung von Museumspädagogen und Touristikexperten am Ausstellungskonzept.

Der restliche Vormittag war der Vorstellung zweier museumspädagogischer Projekte aus Thüringen gewidmet. Gabriele Roth, Museumspädagogin am Schlossmuseum der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha stellte ein Filmprojekt vor, das sie gemeinsam mit der Thüringer Landesmedienanstalt und einem Gothaer Gymnasium durchgeführt hatte. Während einer Projektwoche drehten Schülerinnen der 7. Klasse einen Film über die Sonderausstellung "Garten der Lüste - Liebe und Eros von der Antike bis zur Gegenwart". Die Schülerinnen recherchierten unter Anleitung der Museumspädagogin an selbstgewählten Objekten in der Ausstellung und erhielten einen Einführungskurs in die Filmtechnik durch eine Mitarbeiterin der Landesmedienanstalt. Drehbuch, Moderation, Vorstellung der ausgewählten Objekte, Schnitt, Musikauswahl und Trickfilmsequenzen (mit einem beeindruckenden Einsatz von Smarties) besorgten anschließend die Schülerinnen. Der fertige Film "Im Garten der Lüste" wurde im regionalen Gotha TV gesendet und zum Vergnügen der Tagungsteilnehmer auch in der Engelsburg vorgeführt.

Karin Gjudjenow, Museumspädagogin am Optischen Museum der Ernst-Abbe-Stiftung in Jena stellte einen Kindermuseumsführer sowie das Museumsmaskottchen "Sammy der Seh-Igel" vor. Beides wurde von Jugendlichen entwickelt, die ein "Thüringen Jahr Kultur", das ist ein freiwilliges kulturelles Jahr veranstaltet von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. (LKJ), am Optischen Museum absolvierten. Während des Thüringen Jahr Kultur lernen die Jugendlichen nicht nur die Arbeit des Museums im allgemeinen kennen, sondern entwickeln auch ein eigenes Projekt und setzen dieses um. So entstand der Kinderführer, der sich an Kinder des Vorschul- und Grundschulalters richtet und die Handpuppe "Sammy der Seh-Igel", der für die museumspädagogische Arbeit mit den jüngsten Besuchern eingesetzt wird.

Nach der Mittagspause kam mit Dr. Helge Wittmann von der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen ein Fachmann der Kulturförderung zu Wort. Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen ist mit 25 Millionen Euro Stiftungskapital der wichtigste nichtstaatliche Förderer im Kulturbereich, gerade auch in entlegenen Regionen. Herr Dr. Wittmann erläuterte die Förderschwerpunkte der Sparkassenstiftung. Diese bestehen in Fördermaßnahmen wie der finanziellen Unterstützung von Sonder- und Dauerausstellung oder der Sammlungserweiterung durch Ankauf von Objekten sowie in Eigenmaßnahmen in Form eines Museumspreises. Bei der Entscheidung über die Vergabe von Leistungen achte der Vorstand der Sparkassen-Stiftung auch auf museumspädagogische Konzepte, da dies in den Augen der Stiftung ein wichtiges Kriterium für ein gelungenes Ausstellungskonzept ist. Speziell museumspädagogische Projekte würden allerdings nicht gefördert.

Es folgte eine kleine Exkursion zur Baustelle der Alten Synagoge Erfurt. Diese war 1349 nach dem Pogrom in Erfurt zu einem Lagerhaus umfunktioniert worden. Seit dem 19. Jahrhundert befand sich im oberen Stockwerk ein Tanzsaal einer benachbarten Gaststätte. Zur Zeit wird das Gebäude restauriert und zum Museum ausgebaut. Gebäude und Museumspläne stellten Dr. Karin Sczech, Referentin im Landesamt für Archäologie Thüringen und Maria Stürzebecher vor und luden zur Diskussion des Konzeptes ein. Nach der Restaurierung werden am Gebäude die verschiedenen Bauschichten und Nutzungen des Gebäudes sichtbar sein. Im Erdgeschoss soll mit Hilfe von Projektionen der Raumeindruck der Alten Synagoge wiederhergestellt werden. Im ehemaligen Tanzsaal im 1. Obergeschoss werden wertvolle Handschriften des 11.-14. Jahrhunderts, die der jüdischen Gemeinde Erfurts gehörten, gezeigt werden. Höhepunkt des Museums wird die Ausstellung des Erfurter Goldschatzes, der 1998 bei Bauarbeiten entdeckt wurde, im Kellergeschoss sein. Der Schatz, vergraben kurz vor dem Progrom 1349 im jüdischen Viertel in Erfurt, besteht aus Silberbarren, Münzen und Schmuck, u.a. einem kostbaren Hochzeitsring. Am meisten diskutiert wurde über die Inszenierungsidee, naturalistische Puppen mit dem angelegten Schmuck auszustellen. Gilt die Präsentation von Schmuck an schemenhaften oder stilisierten Figuren als ein bewährtes Mittel, den Gebrauch der Objekte zu verdeutlichen, so ist die naturalistische Gestaltung menschenähnlicher Puppen umstritten. Durch diese Darstellung solle antisemitischen Vorurteilen entgegengewirkt werden, argumentierte Dr. Sczech. Ob die geplante Darstellungsweise die beste Lösung darstelle, bezweifelten viele Tagungsteilnehmer. Die Eröffnung der Alten Synagoge ist für 2009 geplant und auf die Gestaltung werden die Tagungsteilnehmer sicherlich gespannt sein.

lautete der letzte Vortrag des ersten Tagungstages. Frau Prof. Dr. Anita Bagus von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Bereich Volkskunde und Kulturwissenschaften erklärte in ihrem sehr anregenden Vortrag die Bedeutung intrakultureller Arbeit im Museum. Intrakulturelle Toleranz ist die Voraussetzung für interkulturelle Toleranz, so die These von Prof. Bagus. Regionale Museen seien Plattformen intrakulturellen Lernens, da sie die kulturelle Vielfalt in der eigenen Kultur ausstellten. Diese Volkskultur ist Kindern und Jugendlichen heute so unbekannt wie eine fremde Kultur. Sie mit dieser kulturellen Vielfalt im eigenen Land, z.B. der historischen Alltagskultur, bekannt zu machen, sie das Fremde im Eigenen entdecken zu lassen, sei eine wichtige Aufgabe für Museumspädagogen. Die Volkskunde berge dabei viele Möglichkeiten. Prof. Bagus nennt als Beispiele die Beschäftigung mit Trachten oder mit Arbeitsmigration, die im 19. Jahrhundert fester Bestandteil der Alltagskultur war.
Die Beschäftigung mit dem Fremden im Eigenen könne zu einem Perspektivwechsel führen, zur Relativierung der Sicht auf die eigene und fremde Kulturen: Intrakulturelle Kompetenz wird somit zur Basis für interkulturelle Kompetenz. Bedacht und ernstgenommen werden müssen bei museumspädagogischen Projekten dieser Art die Irritationen, die bei den Kindern und Jugendlichen durch die Fremdheit entstünden sowie der Umgang mit Stereotypen.
Barg dieser Vortrag zahlreiche Anregungen, gerade auch für Museumspädagogen kleiner Museen, stellt Frau Prof. Bargus abschließend noch ein nachahmungswürdiges, von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördertes Projekt vor, um Kinder und Erwachsene zu Museumsbesuchern in regionalen Museen zu machen. Der leider vergriffene Kindermuseumsführer Hessen macht mit schönen Fotos und interessanten Texten neugierig auf den Besuch von Museen in Hessen.

Für alle Tagungsteilnehmer, die nach dem Abendessen noch Energie für einen Museumsbesuch hatten, öffnete das Stadtmuseum Haus zum Stockfisch Erfurt die aktuelle Sonderausstellung "Höllenqual und Seelenheil - Profanes und Sakrales Leben hinter Stadtmauern". Die Kustodin Gudrun Noll führte durch die Ausstellung und zeigte die teilweise sehr kostbaren Objekte, z.B. das von Gutenberg um 1450 gedruckte "Missale speciale abbreviatum". Der Ausstellungsbesuch war ein gelungener Ausklang eines langen Tagungstages.

Am nächsten Morgen stellten 7 MuseumspädagogInnen auf dem interessante Projekte vor. Carola Marx vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus informierte über das Projekt "LernStadtMuseum", gefördert von der Robert Bosch Stiftung und unter Schirmherrschaft des Kultusministers. Das Projekt fördert Tandems zwischen Schulklassen und Museen. Diese entwickeln gemeinsam ein Projekt, das nachhaltig der Zusammenarbeit von Schule und Museum dient. Aus 68 Bewerbungen wurden 30 ausgewählt, die ihre Projektidee bis März 2008 weiterentwickeln dürfen. 10-15 Projektideen werden dann finanziert und können umgesetzt werden.
Die Museumsleiterin des Museums Neues Schloss Rauenstein Veronika Buff stellte ihr neueingerichtetes Porzellanmuseum (in Rauenstein gibt es seit dem 18. Jahrhundert eine Porzellanmanufaktur) und das museumspädagogische Programm vor, das unter der Signatur "Der blaue Vogel" steht. Dieses ist von einem Porzellandekor abgeleitet. Im Museum können Kinder mit Porzellan arbeiten. Im kleinen Ort Rauenstein ist das Museum ein wichtiges kulturelles Zentrum. Frau Buff veranstaltet z.B. Mal- und Zeichenwettbewerbe. Ihr neues Projekt ist eine Neuauflage des Buchs "Der blaue Vogel" von Maurice Maeterlinck (1908). Dafür sucht Frau Buff Partner.
Katja Etzold vom Panometer Leipzig informierte die Tagungsteilnehmer über einen Ferien-Aktionstag für Schulklassen der 3.-7. Klasse. Das Panometer zeigt zur Zeit ein Riesenpanorama "Rom CCCXII". Am Ruhetag Montag konnten Schüler, ausgerüstet mit den notwendigen Materialien, unterwegs sein. Das Angebot erfuhr große Resonanz. Ebenfalls in Leipzig, im Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte, entwickelte Monika Bock ihr Projekt "kinder machen museum". Hier erarbeiteten künstlerisch begabte Kinder und Jugendliche des Kinder-Ateliers "Kaos" aus Leipzig und ein Student der Hochschule für Grafik und Buchkunst unter Leitung von Frau Bock ein 26 Meter langes Spielfeld. Dieses wurde durch eine Spezialfirma als Fußboden im Flur des Schulmuseums Leipzig verlegt, so dass Besucher sich jetzt durch einen imaginären Schultag spielen können.
Avgi Stilidis vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden stellte den Libeskind-Anbau und die Pläne für die Gestaltung der neuen Dauerausstellung vor. Das Museum (ehemaliges Armeemuseum der DDR) befindet sich zur Zeit in der Umbauphase und wird 2010 eröffnet werden. Die Neukonzeption sieht vor, auch alltags- und sozialgeschichtliche Aspekte der Militärgeschichte zu berücksichtigen.
Die Deutsche Kinemathek Berlin, Museum für Film und Fernsehen zeigte bis Januar 2008 die Sonderausstellung "Auf heißen Spuren". Diese für Kinder konzipierte Ausstellung beschäftigt sich mit Detektiven in Film und Fernsehen. Jurek Sehrt stellte das Detektivspiel vor, bei dem die jungen Besucher kriminalistischen Hinweisen in der Ausstellung nachgehen müssen, um die gestohlene Geige Sherlock Homes> wiederzufinden.
Zum Abschluss stellte Stefan Bresky vom Deutschen Historischen Museum in Berlin das Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Kleider machen Leute - Mode und Frisuren in der Geschichte" vor. Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit Berufsschülern, die so an Geschichte herangeführt werden sollten. Berufsschüler der Berufsschule Körperpflege frisierten Mitschüler nach historischem Vorbild und ließen diese die passende Kleidung tragen. Vorgeführt wurden die Ergebnisse während der Museumsnacht.
Nach dem nutzte die Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen Katja Mieth die Gelegenheit, auf das Modellprojekt "Museen entdecken" (www.museen-entdecken.de) hinzuweisen, einem Internetportal, das die Zusammenarbeit von Museum und Schule befördern soll.

Zum Abschluss der Tagung führte Prof. Parmentier, Inhaber des Lehrstuhls für Museumspädagogik an der Humboldt-Universität in Berlin, die Teilnehmer in die Welt der Kunst- und Wunderkammern des 16. und 17. Jahrhunderts. In einem museumsgeschichtlichen und philosophischen Abriss beschrieb Prof. Parmentier die Idee der Kunst- und Wunderkammern als eine Welt im Kleinen und Spiegel dieser Welt. Prof. Parmentier erläuterte, dass die Kunst- und Wunderkammern diesen Anspruch nicht einlösten, da sie gerade das Wunderbare und die Ausnahmen sammelten, nicht das Exemplarische. Die Kunst- und Wunderkammern beeinflussten, so Parmentier, die Entwicklungsgeschichte der heutigen Museen, waren sie doch Depots und Zentren der frühneuzeitlichen Wissenschaft. Die sich in Folge durchsetzende Arbeitsteilung in der Wissenschaft spiegele sich auch in den Museen wider, denn diese seien dem wissenschaftliche Modell der Welterklärung verpflichtet. Prof. Parmentiers Fazit ist die Forderung an die Museen, die Grenzen der wissenschaftlichen Aufklärung aufzuzeigen, z.B. durch den Einsatz von Ironie. Die Tagungsteilnehmer diskutierten anschließend darüber, ob diese Überlegungen von praktischer Relevanz für die Museumspädagogik sein können.

Insgesamt bot die Tagung ein buntgemischtes Programm aus wissenschaftlichen Beiträgen und Praxisberichten. Dass dieses nicht beliebig wurde, dafür sorgte der Schwerpunkt Regionalität, der einen zwar lockeren, aber sinnfälligen Zusammenhalt bot. Gerade die Chance, sehr vielfältige Möglichkeiten vorgestellt zu bekommen, sowohl praktische als auch theoretische und philosophische Impulse zu erhalten, macht eine solche Tagung für MuseumspädagogInnen wichtig. Auch in diesem Jahr fand die Tagung - es kamen 47 Teilnehmer - im kleinen Rahmen statt. Dies beförderte den Austausch zwischen den KollegInnen und sorgte für eine sehr angenehme Tagungsatmosphäre. Besonderen Dank möchte der AKMPO Karin Breitkreuz vom Stadtmuseum Erfurt aussprechen, welche die Tagung in Erfurt möglich gemacht hat.

Ines Schnee


AKMPO vor Ort - Freitag, 19. Oktober 2007

"Die neue ständige Ausstellung des Stadtmuseums Dresden – Erfahrungen bei der Umsetzung museumspädagogischer Konzepte"




Jahrestagung und Mitgliederversammlung des AKMPO: 2.-3. November 2007

Blickpunkt Thüringen - Museumspädagogik in der Region: Neues aus Theorie und Praxis

Tagungsprogramm:
Download: AKMPO-Jahrestagung07.pdf

Ein kurzer Bericht folgt demnächst.




Rückschau: AKMPO vor Ort - Samstag, 30. Juni 2007, 10-15 Uhr

Geschichtsvermittlung am Deutschen Historischen Museum Berlin

Leitung: Brigitte Vogel und Stefan Bresky

Führung durch die Ständige Ausstellung und Sonderausstellung: Parteidiktatur und Alltag in der DDR, Vorstellung von Jugendhörführung und Geschichtswerkstätten für Schüler von der Grundschule bis zur Sek II

Anmeldung: bis zum 22. Juni 2007 bei Stefan Bresky (AKMPO), bresky@dhm.de, FAX: 030-20304-759

Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, sich in einer nahe gelegenen Kneipe bei Wasser und Wein auszutauschen.


Rückschau: AKMPO vor Ort - Donnerstag, 24. Mai 2007, 17-20 Uhr

Kunstvermittlung am Bodemuseum in Berlin

Leitung: Heike Völker, Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin.

Führung durch die Dauerausstellung, Vorstellung von Programm und Konzeption der Kindergalerie

Anlässlich der Wiedereröffnung des Berliner Bodemuseums ließen wir uns am 24. Mai 2007 durch die Skulpturensammlung von der Romanik bis zum Barock führen. Im Zentrum unseres Interesses stand unter dem Titel „Kunstvermittlung am Bodemuseum“, die als Ausstellungs- und Werkraum völlig neugestaltete Kindergalerie.
Heike Völker von den Besucher-Diensten der Staatlichen Museen zu Berlin erinnerte an die Gründung dieser Institution im Jahre 1974. Seitdem sind auf der Berliner Museumsinsel Kinder zu spielerischem und kreativem Gestalten eingeladen. In der aktuellen Ausstellung zur Proportionslehre des menschlichen Körpers lernen die jungen Besucher wie und weshalb sich die Darstellung des Menschen im Verlauf der Jahrhunderte verändert hat. Mit Hilfe von Installationen und Mitmachstationen sollen Beziehungen zum eigenen Körper hergestellt werden. Durch Messen, Zeichnen und mit Proportionen experimentieren, erfahren sie das Verhältnis der Teile des Körpers zueinander, seine Architektur und seine Beziehung zum Raum.


Rückschau: AKMPO vor Ort - Mittwoch den 28.03.07 von 17 bis 19.30 Uhr

Heimat und Exil: Das museumspädagogische Angebot des Jüdischen Museum Berlin

Workshop und Diskussion

Leitung: Tanja Groenke und Nina Ritz -
Bildung/Education, Jüdisches Museums Berlin.

Anlässlich der Ausstellung „Heimat und Exil – Emigration der deutschen Juden nach 1933“ im Jüdischen Museum Berlin informierten uns die Kolleginnen Nina Ritz und Tanja Grönke am 28. März 2007 über das museumspädagogische Vermittlungsangebot. Beim gemeinsamen Ausstellungsrundgang wurden folgende Themenschwerpunkte deutlich: Anhand individueller Schicksale zeichnete die Ausstellung die ersten Jahre der Anpassung an das Aufnahmeland nach, in dem unter Schwierigkeiten eine neue materielle Grundlage geschaffen und eine Anpassung an eine fremde Umgebung geleistet werden muss. Im Mittelpunkt standen die qualitativ stärksten Aufnahmeländer: USA, Großbritannien, Palästina und Lateinamerika. Teil des Vermittlungsangebotes war der Workshop „Heimat und Exil“. Um Einblick in die schwierige Situation der jüdischen Migranten in der Zeit des NS-Regimes zu erhalten, recherchierten Schüler ab der 9. Klasse in Kleingruppenarbeit zentrale Fragen der Ausstellung: Was waren die politischen Voraussetzungen, vor deren Hintergrund die Migration stattfand? Warum entschlossen sich die Menschen zum Schritt in die Emigration? Was bedeutete es, wenn sich Eltern von ihren Kindern trennen mussten?

Die Schüler erstellten Kurztexte zu einzelnen Ländern und Biographien und hielten Ihnen wichtige Objekte mit einer Sofortbildkamera fest. Collageartig wurden diese Rechercheergebnisse in eine bereitgestellte „leere“ Weltkarte eingefügt und vor der Klasse präsentiert.



EINLADUNG

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder, Freunde, Kolleginnen und Kollegen,

auch in diesem Jahr möchte der Vorstand des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland e.V. die Reihe "AKMPO vor Ort" in Leipzig fortsetzen, um regional stärker miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen, Anregungen für die eigene Arbeit zu erhalten und sich permanent beruflich weiter zu qualifizieren.

Hatten im vergangenen Jahr das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, das Zeitgeschichtliche Forum und die Galerie für Zeitgenössische Kunst Gelegenheit, die Museumspädagogik im eigenen Haus vorzustellen, möchten wir im Jahr 2007 erneut 3 Leipziger Einrichtungen anbieten. museumspädagogische Vielfalt zu präsentieren.

Die diesjährige Auftaktveranstaltung findet am 1. Februar 2007, 16 Uhr im Museum der bildenden Künste statt. Dazu lädt Sie das Team des Bereiches Museumspädagogik/ Öffentlichkeitsarbeit recht herzlich ein. (siehe anschließendes Programm von Kirsten Lemm, Museumspädagogin MdbK)

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Ihre Teilnahmemeldung bis Montag, d. 29. 1. 2007 an: Elke Schaar, eMail: elke.schaar@leipzig.de oder Tel: 0341 9651315.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für ein gesundes neues Jahr 2007 im Namen des Vorstandes Arbeitskreis Museumspädagogik Ostdeutschland e.V.

Elke Schaar
2. Vorsitzende
Vorstand AKMPO e.V.


1. Februar 2007, 16 Uhr
AKMPO vor Ort - IV. Veranstaltung

Museumspädagogik im Museum der bildenden Künste Leipzig
Projekte, Trends und Neuigkeiten

Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig, Katharinenstraße 10, 04109 Leipzig (Treffpunkt: Foyer)

Uhrzeit: 16 – ca. 19 Uhr

Referenten: Museumspädagoginnen des Museums der bildenden Künste

Programmpunkte:

  1. “Willkommen“- Vorstellungsrunde im Malstudio
  2. Vorstellen der Räume in denen museumspädagogische Arbeit stattfindet
  3. Gespräch über Aufgaben und aktuelle Projekte
  4. Museumspädagogische Angebote für Kindergärten und Schulen (neue Programme)
    • Projekt „Kleine Künstler“, Führungen „test your english“
    • Offene kreativwerkstatt „Kunstfenster“
    • Kinderclub, Interessengemeinschaft, Führungen für Senioren, Angebot für Gehörlose u.a.
    • Multiplikatoren im MdbK
    • Interaktives Arbeiten im Dauer- und Wechselausstellungsbereich

Teilnahmemeldung: bis Montag, d. 29. 1. 2007 an: Elke Schaar, eMail: elke.schaar@leipzig.de oder Tel: 0341 9651315.



Trauer um Jürgen Mrosek

Der AKMPO trauert um sein Gründungsmitglied Jürgen Mrosek das am 06.08.2006 nach einer längeren, tückischen Krankheit für alle doch überraschend gestorben ist.
Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie hier: Mrosek_Nachruf.pdf


30.11.2006 - AKMPO vor Ort

Angebote für Ganztagsschulen – Neue Arbeitsfelder für Museen in Berlin und Brandenburg

Hier eine Kurzfassung des Vortrags von Brigitte Vogel und das dazugehörige Handout:
Handout_Ganztagsschulen.pdf
Vortrag_Ganztagsschulen.pdf


15. und 16. September 2006 in Bautzen

"Und was hat das alles mit mir zu tun?"

Seminar zu biographiebezogenen Methoden der Museumspädagogik des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland AKMPO

"Und was hat das alles mit mir zu tun?" Dieser Frage hat sich sicherlich jeder Museumspädagoge schon gegenüber gesehen - in verschiedenen verbalen Formulierungen oder unausgesprochen auf den Gesichtern von Besuchern.

Wie können wir die Relevanz einer Ausstellung oder die Begeisterung für eine Thematik vermitteln - auch über größer werdende zeitliche oder emotionale Abstände unserer Besucher zu den Ausstellungsthemen hinweg? Wie können wir die Erfahrungen, die Lebenswelt, das historische Wissen der Besucher in unsere Vermittlungsarbeit einbeziehen?

Der AKMPO möchte sich mit diesem Seminar verschiedenen Methoden und Ansätzen widmen, die gezielt Interessen, Kompetenzen und Erfahrungen von Besuchern oder auch Zeitzeugen sowohl in museumspädagogische Aktivitäten als auch in die Konzeption von Ausstellungspräsentationen integrieren. Das Seminar richtet sich ausdrücklich an Kolleginnen und Kollegen aller Museumstypen.

Dabei werden Ansätze der Bildungsorganisation "Facing History And Ourselves" inhaltlich und methodisch vorgestellt und dienen als Ausgangspunkt für die eigene Arbeit in Workshops. "Facing History And Ourselves" ist eine Lehrerfortbildungsorganisation, die den methodischen Ansatz verfolgt, in der Auseinandersetzung mit historischen und ethischen Fragen einen individualisierten Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart zuzulassen bzw. herzustellen, in dem die Identität der Schüler, ihre persönliche Betroffenheit, ihre Perspektive auf das jeweilige Thema eine zentrale Rolle spielen.

Sie bietet mit ihren Methoden der Museumspädagogik nicht nur kulturhistorischer Museen reiche Anregungen sondern ist beispielsweise auch auf naturkundliche Fragestellungen übertragbar. An den beiden Tagen steht besonders das Anwenden und Reflektieren verschiedener Methoden im Vordergrund, am Freitag gleich in Verbindung mit einer Exkursion in die Gedenkstätte Bautzen, am Samstag durch die Präsentation biographischer Ansätze aus der museumspädagogischen Praxis.
In Workshops werden konkrete Fragestellungen vertieft, vor dem Hintergrund der kennen gelernten Methoden reflektiert und Ideen für die eigene museumspädagogische Arbeit entwickelt. Dabei sind die Teilnehmer eingeladen, zur Konzeption der Workshopthemen bis zum 31.8. den Organisatoren ein eigenes zukünftiges Projekt oder eine konkrete pädagogische Fragestellung aus ihrer alltäglichen Arbeit mitzuteilen, die sie gern im Rahmen eines Workshops mit Kollegen reflektieren und dazu Ideen sammeln wollen.

Im Rahmen der Tagung sind die Mitglieder des AKMPO herzlich zur jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen.

Programm und Anmeldeformular als pdf: AKMPOBautzen2006.pdf

Einladung zur Mitgliederversammlung als pdf: EinladungMV2006.pdf

Anmeldung bis 03. September 2006 an: AKMPO, Stefan Bresky, Unter den Linden 2, 10117 Berlin; Fax: 030-20304-759; bresky@dhm.de

Check-In am Freitag, den 15.9.06 ab 10 Uhr in der Gedenkstätte Bautzen, Weigangstraße 8a, 02625 Bautzen

Tagungsgebühr:
40,- € Mitglieder, 50,- € Nichtmitglieder, 30,- € Studenten


22.05.2006 - AKMPO vor Ort

Museumswerkstatt 2006
im Osterzgebirgsmuseum Schloß Lauenstein

Termin: 22. Mai 2006, 10.00 – 14.00 Uhr

Die Arbeitsgruppe „Museen“ im Kulturraum Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge lädt herzlich zur diesjährigen Museumswerkstatt ein. Nachdem unser Treffen im letzten Jahr aus terminlichen Gründen ausfallen mußte, möchten wir die Tradition der „Museumswerkstatt“ in diesem Jahr fortsetzen. Die Aufrechterhaltung der persönlichen Kontakte zwischen den Museen, die Übermittlung von Informationen und Entwicklungstrend sowie die fachliche Weiterbildung sind wichtige Inhalte unserer jährlichen Zusammenkunft, die uns Impulse für unsere tägliche Arbeit in den Museen geben sollen.

Das Thema der fachlichen Weiterbildung soll in diesem Jahr die Museumspädagogik sein. Uns ist allen bewußt, daß sich nur wenige Museen unseres Kulturraumes hauptamtliche Kräfte für museumspädagogische Programme leisten können. Um so wichtiger ist es für die kleinen und mittleren Museen, Anregungen von professionellen Kräften zu erhalten. Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch und die Diskussionen zu diesem Thema.

  • Begrüßung
    Jürgen Albertus, Museumsleiter Schloß Lauenstein Christoph Schröder, Leiter der Arbeitsgruppe „Museen“ im Kulturraum
  • Neue Strategien der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen Chemnitz als Vertrauens- und Kooperationspartner der sächsischen Museen
    Katja M. Mieth, Direktorin der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen
  • „Stadtführung, Kindergeburtstag und Barocktanz – Museumspädagogik für kleinere Museen am Beispiel von Pirna und Görlitz“
    Silvia Schmiedel, Bereich Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit am Kulturhistorischen Museum Görlitz / AKMPO
    Gerburg Sturm, Museumspädagogin am Stadtmuseum Pirna
    anschließend Zeit für Diskussion und Erfahrungsaustausch
  • Informationen aus dem Kultursekretariat des Kulturraumes
    Heidrun Barthel, Landratsamt Weißeritzkreis
  • Rundgang durch die Ausstellungen auf Schloß Lauenstein
    Jürgen Albertus, Museumsleiter

Teilnahmemeldung bis zum 12. Mai 2006 an:
Osterzgebirgsmuseum
Schloß Lauenstein
Tel. 035054 – 25402
Fax 035054 – 25455

oder

Bergbaumuseum Altenberg
Tel. 035056 – 31703
Fax 035056 – 32542
eMail: museum-altenberg@freenet.de


13.05.06 - AKMPO vor Ort

Haus der Wannseekonferenz - Didaktisierung der neuen Dauerausstellung und deren pädagogische Vermittlung.

Termin: 13. Mai 2006, 13 - 16 Uhr

begrenzte Teilnehmerzahl, Ort: Haus der Wannseekonferenz, Am Grossen Wannsee 56-58, 14109 Berlin, www.ghwk.de. Anmeldung über Stefan Bresky (AKMPO), bresky@dhm.de, Tel: (030)20304-753 bis zum 2. Mai 2006.


16.03.2006, 10 bis 19 Uhr

„Kinder und Jugendliche im Kunstmuseum – wie kann spannend und trotzdem nachhaltig Kunst vermittelt werden“

Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Museumspädagogik

Residenzschloss, Hans-Nadler-Saal im I. OG, Eingang Sophienstraße

10.00 – 10.30
Begrüßung durch den Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Prof. Dr. Martin Roth

10.30 – 11.00
„Zwei Engel büxen aus“ Evaluation und Umsetzung des Kinderführers durch die Gemäldegalerie Alte Meister Dresden
Frau Dr. Stephanie Sonntag (freischaffende Kunsthistorikerin/Museumspädagogin in Bonn)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

11.00 – 11.45
„Von der Lust und dem Leid ein gutes Kunst – Kinderbuch zu produzieren“
Frau Victoria Salley (Programmleiterin Kunst beim Prestel Verlag München)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

11.45 – 12.15
„Kunst und Lesen“ – eine interdisziplinäre Auseinandersetzung zur Förderung des selbstgesteuerten Lernens
Frau Claudia Schmidt (Leiterin der Museumspädagogik der SKD)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

12.15 – 13.15Mittagspause

13.15 – 14.00
Feriengestaltung in den Kunstsammlungen Chemnitz speziell am Beispiel des Programms zur Ausstellung „Couleur et lumière – französische Malerei“
Frau Petra Reichmann (Museumspädagogin der Kunstsammlungen Chemnitz)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

14.00 – 14.45
„Museumspädagogische Angebote und ein Audioguide für Kinder“
Frau Claudia Ohmert (Leiterin der Museumspädagogik der Kunsthalle in Emden)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

14.45 – 15.30
„Kleine Künstler – Kinder führen Kinder“
Frau Ina Schulze (museumspädagogische Volontärin des Museums für Bildende Künste Leipzig)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

15.30 – 16.00 Kaffeepause

16.00 – 16.45
Vorstellung spezieller Angebote für Vorschulkinder und Jugendliche auch mit Handicap
Frau Anke Palme und Irmgard Richter(Museumspädagoginnen der Kunstsammlung Cottbus)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

16.45 – 17.30
„Nachbar-Museum“
Frau Carola Marx (freie Mitarbeiterin/Museumspädagogin Besucherdienst der Staatlichen Museen Berlin und FührungsNetz MD Berlin)
Anschließend Diskussionsmöglichkeit

17.30 – 18.15
„PINK – Jugendprogramme“
Frau Ute Marxreiter (Museumspädagogin der Pinakothek der Moderne München)
Anschließende Diskussionsmöglichkeit

18.15 – 19.00
Resümee
Prof. Dr. Martin Roth

19.00 – 21.00
Imbiss
Abendführung im Neuen Grünen Gewölbe

Die Teilnahme ist kostenlos

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Claudia Schmidt
Postfach 120 551
01006 Dresden

Tel.: (0351) 49 14 756
Fax: (0351) 49 14 707
eMail: Claudia.Schmidt@skd.smwk.sachsen.de

www.skd-dresden.de/de/info/museumspaedagogik.html


Einladung - AKMPO vor Ort

Museumspädagogik im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig: Projekte, Trends und Neuigkeiten

Mittwoch, 18.01.2006

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsmitglieder, Freunde und Kollegen,

die Jahrestagung des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland e.V. im November 2005 in Halle hat es erneut gezeigt. Der Wunsch von Museumspädagogen und anderen Multiplikatoren kultureller Bildung, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen, sich beruflich zu qualifizieren und neue Wege in der eigenen Arbeit zu beschreiten, ist groß.
Deshalb bieten wir künftig häufiger Veranstaltungen mit Vorträgen, Workshops und Schulungen auf regionaler Ebene an. Auf Initiative des Vorstandes des AKMPO e.V. erhalten im Jahre 2006 vier Leipziger Museen die Gelegenheit, in einer Art Projektbörse museumspädagogische Praxis und theoretische Ansätze im eigenen Haus vorzustellen.

Die Auftaktveranstaltung findet im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig statt.

Reihe: AKMPO e.V. vor Ort
Thema 1: Museumspädagogik im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig: Projekte, Trends und Neuigkeiten
Ort: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig
Termin: Mittwoch, 18. 01. 2006
Uhrzeit: 15.30 – 19.00 Uhr, danach Gelegenheit zur Teilnahme am Stammtisch
Themen und den zeitlichen Rahmen finden Sie /findet Ihr im Programm.

Wir freuen uns auf die Präsentation, anregende Gespräche und Diskussionen. Mit freundlichen Grüßen

Elke Schaar
2. Vorsitzende des AKMPO e. V.



Programm:

15.30 Uhr

Begrüßung, Dr. Volker Rodekamp, Direktor

15.45 Uhr

Wir über uns – Der Vorstand informiert über Aufgaben, Ziele und Veränderungen im AKMPO e.V.

16.15 Uhr

Leipziger Geheimnisse – Das etwas andere Museumsheft für Kinder
Ein Projekt des Kinder- und Jugendmuseums Lipsikus mit dem soziokulturellen Haus Steinstraße e.V. . Gefördert von Aktion Mensch „5000 x Zukunft“. Susann Hoch, Bleilaus Verlag, Haus Steinstraße e.V., Elke Schaar, Stadtgeschichtliches Museum

16.45 Uhr

Pause

17.15 Uhr

Reihe: Beruf(ung) in Bild, Plastik und Architektur Ein Projekt mit der Handwerkskammer zu Leipzig und den Innungen der Stadt. Elke Schaar, Stadtgeschichtliches Museum, Marianne Albrecht, Besucherin

17.45 Uhr

Schillernd & Kreativ oder Auch Profis sind nicht fehlerfrei.
Mit Azubis eine Ausstellung anders anpacken. Ein Projekt des Kinder- und Jugendmuseums Lipsikus mit dem Berufsschulzentrum 5 Leipzig. Steffi Metzner, BSZ 5, Elke Schaar, Stadtgeschichtliches Museum

18.15 Uhr

Pause

18.30 Uhr

Ausblick: Herr der Regeln. Der Fußball - Referee. Ausstellung vom 3. März bis 30. Juli 2006.
Über den „Aufhänger“ Fußball-WM 2006, Projekte starten, Partner gewinnen, Besucher binden… Elke Schaar, Stadtgeschichtliches Museum

19.00 Uhr

Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung

Ab ca. 19.30 Uhr

Stammtisch

Anmeldung: Bitte möglichst umgehend!

Ihr Ansprechpartnerin:
Elke Schaar, Museumspädagogin
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Neubau
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
Telefon: 0341-9651315
Fax: 0341-9651352
eMail:eschaar@leipzig.de


„JugendKulturen im Museum – Auf der Suche nach einer Zielgruppe“

Die Jahrestagung 2005 des Arbeitskreises Museumspädagogik Ostdeutschland in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen Halle fand am 4. und 5. November 2005 in Halle statt.

Leitfragen unserer Tagung sind, wie wir als Museen Brücken und Bezüge zu den Lebenswelten jugendlicher Mitmenschen aufbauen können, wie wir in Kontakt kommen und bleiben können. Was können wir anbieten, „that matters to our young visitors“? Und wie können wir Museen das, was uns „am Herzen liegt“, unsere zentralen Aufgaben und Inhalte auf eine Art und Weise vermitteln, die junge Menschen zwischen 14 und Mitte 20 interessiert und anspricht?
Wenn das Nebeneinander unterschiedlicher Lebenshaltungen, Wertvorstellungen, Weltsichten, Kulturbegriffe gleichsam die gegenwärtige gesellschaftliche Situation beschreibt, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die gesellschaftlichen Aufträge von Museen, z.B. als kollektive Gedächtnisse, als Einrichtungen mit identitätsstiftendem Auftrag? Welche Auswirkungen ergeben sich auf die Bildungsarbeit von Museen?

Thematische Gliederung der Tagung:

  1. Standortbestimmung Jugend-Kultur-Gesellschaft; Fokus Situation in ostdeutschen Bundesländern
  2. Museumspädagogische und Perspektiven: Best-Practice-Beispiele
  3. Perspektive der Zielgruppe(n): Vertreter von Jugendgruppen und –projekten berichten
  4. Zielgruppenorientiertes Marketing – Marketing-Experten über die Ansprache der Zielgruppe der 14 – Mitte 20jährigen.
  5. Umsetzungsmöglichkeiten der theoretischen Perspektiven in Praxis – Workshops zu verschiedenen Fragestellungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Museumstypen

Das Tagungsprogramm können Sie hier als pdf downloaden:

Tagungsprogramm Jugendkulturen im Museum (AKMPOFlyer.pdf)

Mareike Ballerstedt, M.A.
1. Vorsitzende
Arbeitskreis Museumspädagogik
Ostdeutschland e.V.


19.10.2005, 18.00 Uhr, Mittwoch
Berlin - AKMPO vor Ort - Vortragsveranstaltung

Der außerschulische Lernort Historisches Museum - Anmerkungen am Beispiel der Migrationsthematik.

Referent: Prof. Dr. Michele Barricelli, FU Berlin

Geschichtsvermittlung und Bildungsarbeit gehören zu den zentralen Aufgaben einer zeitgemäßen Konzeption historischer Museen. Im „Schausaal von Vergangenheit und Ferne“ (Ernst Bloch) werden die Besucher den entfunktionalisierten Objekten indessen nur dann produktiv begegnen, wenn sie das vielfältige Erkenntnispotential der Sachüberlieferung mit subjektiver Bedeutung aufladen, das heißt die Exponate in lebensweltlich relevante human stories einbinden können. Für Jugendliche und ihre speziellen Erfahrungsbedürfnisse gilt dies in besonderem Maße, zumal in den multiethnischen Schulkassen unserer Einwanderungsgesellschaft. Der Vortrag möchte daher am Beispiel der aktuellen Sonderausstellungen „Zuwanderungsland Deutschland 1500-2000“, die die museale „Erinnerungsveranlassungsleistung“ (Gottfried Korff) an den aktuellen deutschen Identitätsdiskurs anschließen, moderne Vermittlungsmethoden und Aneignungsformen in einem historischen Museum beleuchten. Vorgestellt wird in diesem Zusammenhang ein aktuelles Kooperationsprojekt von DHM, der Berliner Schulverwaltung und der Freien Universität Berlin (Abt. Didaktik der Geschichte), das konsequent den Kunstraum Museum als kommunikatives Labor umdeutet, so dass historisches Lernen im Zusammenspiel von Phantasie und ratio möglich wird.

Die Vortragsveranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum statt.

Termin: 19.10. Mittwoch 18.00 Uhr
Ort: DHM, Auditorium im Pei-Bau, Eintritt frei
Hinter dem Gießhaus, 10117 Berlin-Mitte


Bericht - *AKMPO vor Ort:

Zwischen Ergriffenheit und pädagogischem Zweck - Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Berlin, Samstag, den 4.6.2005, 13 bis 16 Uhr

Das Denkmal bekam in diesen Tagen viel Besuch: Die Turnerschaft Beiertheim, Abteilung Handball, war da. Väter führten Familienprozessionen ins Stelenfeld, schraubten an Objektiven und stellten ihre Kinder in Pose. Baumarktpublikum schätzte Höhen ab und strich fachkundig über Beton. Amerikanische Damen ließen Schleppen von Parfüm zurück. Punks hüpften von Stele zu Stele. Mittendrin 26 Kolleginnen und Kollegen, die sich am 3. Juni auf den Weg nach Berlin-Mitte gemacht hatten. Ziel: Die Veranstaltung „Zwischen Ergriffenheit und pädagogischem Zweck – Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ im Rahmen der Reihe AKMPO vor Ort.

Zuerst begleitete uns die verantwortliche Museumspädagogin Stefanie Fischer in das aus ca. 2700 Betonpfeilern bestehende Stelenfeld. Diese stehen auf einem sanft, aber unregelmäßig abgesenkten Gelände, das von allen Seiten begehbar ist. Die von Architekt Peter Eisenman und der Denkmalstiftung beabsichtigte Offenheit schreibt den Besuchern keine feste Wahrnehmung vor. Etwa 12 000 Menschen besuchen das Denkmal an normalen Tagen, etwa 2 500 von ihnen nehmen die halbe Stunde Wartezeit auf sich, um in jene vier Räume zu gelangen, wo es das gibt, was es oben nicht gibt. Namen, Bilder, Briefe. Wir machten uns auf den direkten Weg zum Ort der Information – an der Warteschlange vorbei.

Im unterirdischen Ort der Information werden neben Selbstzeugnissen der Opfer exemplarische Geschichten von jüdischen Familien und Gemeinden dokumentiert. Filme und Datenbanken informieren über die Ausdehnung des Mordes an den Juden in ganz Europa. Die Ausstellungsgestaltung nimmt einzelne Elemente der Architektur des Stelenfeldes – wie die rasterförmige Struktur oder die Abmessungen und Formate der Stelen – auf und nutzt sie für die Informationsvermittlung.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die übersichtliche Gestaltung und die didaktische Aufbereitung des Ortes der Information auf breite Zustimmung stößt. Der Ort der Information und das weitläufige Denkmalsareal sind gute Ausgangspunkte für die mit der Eröffnung im Mai 2005 begonnene museumspädagogische Betreuung vor Ort. Perspektivisch wurden eine Verknüpfung dieser Aktivitäten mit der Berliner Gedenkstätten- und Museumspädagogik und die Einbeziehung kunstpädagogischer Projekte mit Bezug zum Stelenfeld angedacht. Dies sollte jedoch Schritt für Schritt angegangen werden, denn noch haben wir wenig Erfahrungen mit solch einem Ort. Wir sollten ihm Zeit lassen.

Stefan Bresky

Stefanie Fischer, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Diskussion im Stelenfeld

Ort der Information: einführende Texte

Ort der Information: Bodeninszenierung mit Selbstzeugnissen

Fotos: Stefan Bresky



 

Tagungsschwerpunkte des AKMPO e.V. in den letzten Jahren waren zum Beispiel:

[1] Gemeinsame Jahrestagung mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V. "Vom Geist der Dinge - Das Museum als Forum für Ethik und Religion", vom 28. bis 30.Oktober 2004 im Deutschen Hygine-Museum Dresden, Programm: ethik_und_religion.pdf | Bericht: Jahrestagung 2004
[2] Fachtagung "Museumspädagogik jenseits von Schulklassen? Was bleibt.", 20. bis 21. Juni 2003 in Kooperation mit dem Sächsischen Industriemuseum, Programm: AKMPOFlyer4_downl.pdf
[3] Fachtagung "Lebenslanges Lernen in Museen und Schulen - Perspektiven einer neuen Partnerschaft - IV. Teil", 13.-16. November 2002 am Zentrum zur Erforschung und Entwicklung pädagogischer Berufspraxis der Universität Leipzig, Programm: lebenslanglernen.rtf
[4] Museen in der regionalen Vernetzung - Perspektiven musealer Vermittlungsarbeit, 7. / 8. Juni 2002 in Merseburg und Halle
[5] "Zeitzeichen - Leitzeichen. Kommunikation im Museum." 4.-7. Oktober 2001 in Berlin. Gemeinsame Fachtagung mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V.
[6] "Zwischen Museum und Kommerz I und II" 1997 in Leipzig und 1998 in Lutherstadt Wittenberg sowie 1999 in Weimar über "Tourismus... Öffnungszeiten II" zusammen mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V. über Museumspädagogik und Tourismus
[7] "Museen und Schulen ..." 1996 in Halle / Saale, 1999 in Meißen, 2000 in Leipzig, 2001 in Dresden
[8] "Identität und Musealisierung" 1994 in Berlin zusammen mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V. in Zusammenarbeit mit den Museen vor Ort
[9] "Öffnungs-Zeiten" 1991 in Weimar in Zusammenarbeit mit anderen Arbeitskreisen, CECA u.a.



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www.museumsupport.de





© Arbeitskreis Museumspädagogik Ostdeutschland e.V., Berlin 2004.
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