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Grundsatzpapiere des Bundesverband Museumspädagogik e.V. - BVMP e.V.

Qualitätskriterien für die Bildungsarbeit
Neue Broschüre erschienen

Der laufende politische Diskurs zur Kulturellen Bildung, die Wichtigkeit der Besucherorientierung in Museen, aber auch die verstärkte Diskussion um Museumsstandards hat den Bundesverband Museumspädagogik e. V. (BVMP) veranlasst, die Grundlagen für eine qualitätsvolle Vermittlungsarbeit zu benennen: in der neuen Publikation „Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit“. Sie wurde vom BVMP erarbeitet und nun gemeinsam mit dem Deutschen Museumsbund veröffentlicht. Mit ihr soll der Prozess der Professionalisierung und Qualitätsverbesserung in diesem wichtigen Aufgabenfeld vorangetrieben werden. Die darin enthaltenen Empfehlungen wurden von Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Museumssparten erarbeitet. Besonders erfreulich war die Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Verband der KulturvermittlerInnen im Museums- und Ausstellungswesen und mit Mediamus, dem Schweizerischen Verband der Fachleute für Bildung und Vermittlung im Museum. Erstmals ist damit eine verbindliche Handreichung für alle deutschsprachigen Museen entstanden, die den Akteuren wertvolle Hilfestellungen leisten kann: nicht nur in der Arbeit „am Kunden“ sondern auch als Argumentationsgrundlage gegenüber den Museumsträgern. Die Broschüre ist über die Geschäftsstellen des BVMP und des DMB erhältlich.

Publikation "Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit" [282 KB]


Positionspapier zur Museumspädagogik

Im Auftrag der Mitgliederversammlung hat der Bundesvorstand unter Federführung von Karin Maaß das Positionspapier zur Museumspädagogik entwickelt, das Sie nachfolgend downloaden können. Es behandelt folgende Punkte:

  • Selbstverständnis der Museumspädagogen/innen
  • Aufgaben der Museumspädagogik
  • Aus- und Weiterbildung zur Museumspädagogik
  • Institutionelle und organisatorische Bedingungen für die Arbeit in der Museumspädagogik
  • Erforderliche Fähigkeiten
  • Zur derzeitigen beruflichen Situation in der Museumspädagogik
  • Ausblick

Download: Positionspapier zur Museumspädagogik


Anlässlich der Jahrestagung 2005 - „Den Ganztag gestalten“ veröffentlichet der Bundesverband Museumspädagogik eine Aachener Erklärung zur Zusammenarbeit von Museen und Ganztagesschulen

Aachener Erklärung - Ganztagsschule und Museum

Ganztagsschulen mit ihren zusätzlichen Bildungs-, Förderungs- und Freizeitangeboten für Schülerinnen und Schüler sind besonders auf die neuen Bildungsziele ausgerichtet. Kinder und Jugendliche sollen demnach zunehmend selbstständiger werden und lernen, Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen, Sozialkompetenzen und Selbstkompetenzen zu erwerben.

Ganztagsschulen können diesem Erziehungs- und Bildungsauftrag besser gerecht werden, wenn sie außer mit den Eltern und –Erziehungsberechtigten insbesondere mit dem außerschulischen Lernort „Museum“ zusammenarbeiten.

Das Museum bietet für Schülerinnen und Schüler die einzigartige Möglichkeit, originalen, authentischen Zeugnissen direkt zu begegnen. Diese unmittelbare Begegnung mit dem Original im Museum schafft Orientierungsgrundlagen und Maßstäbe der Bewahrung von Erbe und Tradition, aber auch der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft. Im Museen entdecken, erleben und erlernen Kinder und Jugendliche ästhetische Werte, den Zugang zu vergangenen Epochen und zu fremden Kulturen, sie schärfen ihren Blick auf unsere Welt und Umwelt und sie lernen neue Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen, wie Teamfähigkeit und Toleranz, gesellschaftliches Engagement, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität. Dieser Bildungsprozess wirkt nachhaltig, weil im Museum Erfahrungen gesammelt werden, die ganzheitlich eingebunden, selbst nachvollziehbar, sinnlich erlebbar und somit als Lernprozesse stärker motiviert sind.

Museen arbeiten seit vielen Jahren als qualifizierter und verlässlicher Partner mit Schulen zusammen. Lehrkräfte und Schüler jeder Jahrgangsstufe und jeder Schulart besuchen Museen und lernen von ihren vielfältigen kulturgeschichtlichen Sammlungsbeständen.

Aufbauend auf dieser langjährigen Partnerschaft erklärt der Bundesverband Museumspädagogik seine Bereitschaft, im Rahmen der Ganztagsschule die Kooperation zwischen Museum und Schule zu unterstützen, zu fördern und weiter aufzubauen. Der Bundesverband Museumspädagogik e.V. vertritt die Auffassung, dass zu den regelmäßigen unterrichtsergänzenden Maßnahmen im Rahmen der Ganztagsschule Angebote aus dem Bereich der Museen unverzichtbar dazugehören sollten. Die museumspädagogischen Angebote für Ganztagsschulen sollen aber von fachlich qualifizierten museumspädagogischem Personal durchgeführt und adäquat finanziell vergütet werden.

Der Bundesverband Museumspädagogik e.V. wird aus diesen Gründen seine Mitglieder auffordern, im Rahmen ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten museumspädagogische Angebote für Ganztagsschulen zu entwickeln, anzubieten und durchzuführen.

Aachen, Oktober 2005

Vorstand:

Dr. Hannelore Kunz-Ott
Landesstelle für die
nichtstaatlichen Museen
Alter Hof 2, 80331 München
Tel. 089/21014027


Dr. Gabriele Kindler
Badisches Landesmuseum
Karlsruhe
Schloss, 76131 Karlsruhe
Tel. 0721/9266547

Karin Maaß M.A.
Unterer Hagen 7
66117 Saarbrücken
Tel. 0681/582874

Ralph Stephan M.A.
Archäolog. Hegau-Museum
Am Schlossgarten 2
78224 Singen
Tel. 07731/85267


Stellungnahme zur Erklärung der Kultusminister-Konferenz „Bildung im Museum“

Die Stellungnahme des BVMP zur Erklärung der Kultusminister-Konferenz „Bildung im Museum“ hat ein aufmerksames Echo gefunden. Hannelore Kunz-Ott dankte all den vielen Helfern, die sich daran beteiligten. Zahlreiche Museumsverbände, Politiker und Lobbyisten erhielten bereits die Stellungnahme. Wenn die Arbeitskreise noch weitere Adressaten wissen, sollten sie diese dem Vorstand mitteilen. Die Stellungnahme ist als pdf-Datei (Stand: 24.04.2004) im Internet nachzulesen unter pdf-Datei (Stand: 24.04.2004)



 

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